Es liest sich alles so fein – die nächste Generation von Desktopbasierter (!) Kommunikation in Echtzeit, 3D-Komponenten ohne Nutzung externer Herstellerplugins, eine finale Kombination aus E-Mails und Chats und überhaupt – das Betriebssystem hinter dem Desktop scheint an Bedeutung zu verlieren. Alles, was man machen möchte, soll Google’s neue “Killer”-App “Wave” im Laufe diesen Jahres ermöglichen. Ob nun aber Desktop-E-Mail Clients wie Outlook, Thunderbird, Mail.app und wie sie alle heissen, in Zukunft nur noch eine sekundäre Rolle spielen, wage ich zu bezweifeln – gerade in Sachen Datenschutz, denn dieser Einwand hat mir seinerzeit mein Google-Mail-Konto auch recht einfach “ausgeredet”.
Das technisch eine Neuerung per excellence ansteht, bezweifele ich wiederum nicht. Wie dem auch sei – ob Google sich hier übernimmt oder eine technische Revolution ins Rollen bringt (schliesslich sind die Schnittstellen des Wave-Protokolls bereits für Entwickler offengelegt), wird in den nächsten Monaten zu sehen sein und wer sich für die Wave-Präsentation interessiert, wird auf YouTube unter http://www.youtube.com/watch?v=v_UyVmITiYQ fündig oder kann das eingebettete Video direkt hier sehen:
© 2009 Oliver Pifferi. Alle Rechte vorbehalten.
Vor etwas über einem Jahr kritisch beäugt (und dafür habe ich mir auch die ein oder andere Kritik gefallen lassen müssen), wird Google Wave jetzt eingestampft – siehe http://www.heise.de/newsticker/meldung/Google-Wave-wird-eingestellt-1050992.html. Bis zum Jahresende bleibt noch Zeit, seine Daten dort herunterzuholen (Google stellt entsprechende Tools zur Verfügung), dann wird der Dienst heruntergefahren und verschwindet im Mahlstrom der toten Web 2.0-Anwendungen!
Ob die Idee zu gut war oder das Marketing zu schlecht, lässt sich aktuell nicht feststellen – diese Informationen werden bestimmt nach und nach noch veröffentlicht werden.